Exportinitiative Umwelttechnologie

Viele Länder sind mit Umweltproblemen konfrontiert. Sie suchen nach technischen Lösungen. Deutschland steht mit seinen herausragenden Umwelttechnologien besonders im Mittelpunkt des Interesses dieser Länder. Dort hofft man auf die Hilfe der deutschen Unternehmen, die als technologisch innovativ und zuverlässig gelten. Die Förderung des Exports von Umwelttechnologien sollte deshalb politisch unterstützt werden.

In Ländern wie China oder Indonesien werden die ökologischen Grundlagen durch das Ziel gefährdet, der Bevölkerung schnell die Annäherung an westliche Standards der Lebensqualität zu ermöglichen. Waldgebiete werden zerstört, Böden erodieren, die Emissionen der Großstädte belasten die Luft und Trinkwasser wird zur knappen Ressource. Diese Umweltprobleme werden inzwischen aktiv von den Regierungen angegangen. Doch Lösungen finden sie oft nicht im eigenen Land. Deutschland nimmt in der Umwelttechnologie international einen Spitzenplatz ein und ist deshalb als Partner der wirtschaftlich-technischen Zusammenarbeit im Bereich Umweltprobleme gefragt.

Die deutschen Unternehmen verkaufen nicht einfach schlüsselfertige Anlagen, sie bieten vielmehr integrierte, ganzheitliche sowie sozial und ökologisch vorteilhafte Lösungsansätze, von denen alle Seiten profitieren. So wird eine neue Abfallverwertungsanlage nicht einfach nur errichtet. Vielmehr arbeitet man dabei mit einer Berufsschule oder Ausbildungslehrgängen für verschiedene einschlägige Ausbildungsberufe zusammen. Das ist nachhaltig und fördert sowohl wirtschaftliche als auch gesellschaftliche Belange.

Was sich nach einem Projekt mit Zukunft anhört, wird in Deutschland aber leider nicht systematisch genug unterstützt. Bislang existierte hierzulande keine bundesweite, branchenübergreifende Initiative zur Förderung des Exports von Umwelttechnologien. Bisherige Aktivitäten beschränkten sich auf Initiativen in einzelnen Technologiebereichen, zum Beispiel bei der Abwasserbehandlung.

Bereits im Koalitionsvertrag „Deutschlands Zukunft gestalten" von CDU/CSU und SPD aus dem Jahr 2013 wurde erstmals der Start einer „Exportinitiative für Umwelttechnologie" angesprochen.

Der BDI und seine Mitgliedsverbände bilden zusammen einen Nukleus der deutschen Unternehmen, die Umwelttechnologie im weitesten Sinne exportieren. Gegenüber der Bundesregierung hat der BDI seine Bereitschaft zur Mitwirkung an der Exportinitiative erklärt. Dazu steht der BDI auch weiterhin.