Wunderbar Together – Deutschland und die USA

©WunderbarTogether

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Von Oktober 2018 bis November 2019 fand gefördert durch das Auswärtige Amt, realisiert durch das Goethe-Institut und mit Unterstützung des BDI unter dem Motto „Wunderbar Together – Germany and the U.S.“ ein Jahr der Begegnungen in den Vereinigten Staaten statt. Ob Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft oder auch Sport – das Deutschlandjahr verdeutlichte die tiefe transatlantische Partnerschaft in allen Bereichen unserer Gesellschaft.

Die deutsch-amerikanischen Beziehungen zeichnen sich durch ein starkes Fundament gemeinsamer Werte, Interessen, Traditionen und Ziele aus. Ein über Jahrzehnte gewachsenes, durch unzählige geteilte Erfahrungen gestärktes Netzwerk zwischen beiden Ländern schafft eine enge Verbindung. Die bilateralen Beziehungen mit den USA sind für Deutschland politisch, wirtschaftlich und kulturell von einzigartiger Bedeutung. Außerdem wächst das gegenseitige Interesse an kultureller, zivilgesellschaftlicher Kooperation und an einer Vernetzung der Menschen untereinander.

Dennoch standen und stehen die transatlantischen Beziehungen vor neuen Herausforderungen. Auch wenn die USA immer ein wesentlicher Partner und ausgesprochen attraktiver Standort für deutsche Unternehmen sind und bleiben werden, sind die Rahmenbedingungen für deutsche Unternehmen in den USA komplexer geworden. Im Mai 2017 vereinbarten daher der damalige Bundesaußenminister Sigmar Gabriel und damalige U.S.-Außenminister Rex Tillerson, ein Deutschlandjahr in den USA durchzuführen. Deutschlandjahre sind Programme der Deutschen Bundesregierung, die das Auswärtige Amt initiiert und in der Regel zusammen mit dem Goethe-Institut als Projektleitung und mit weiteren Mittlerorganisationen, Ministerien, Stiftungen und Partnern aus der Wirtschaft durchführt. Zu den Unterstützern des Deutschlandjahres gehört auch der BDI. Im Zentrum eines Deutschlandjahrs stehen Themen von gegenseitigem Interesse. Menschen beider Ländern sollen ein Forum erhalten, um sich über Gemeinsamkeiten und Unterschiede auszutauschen und durch diesen Dialog der Partnerschaft in allen Bereichen des politischen, wissenschaftlichen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Lebens neue Impulse verleihen.

Wunderbar Together

Bis Ende 2019 fanden unter dem Banner des Deutschlandjahrs über 2.000 Veranstaltungen statt, mit insgesamt 1,5 Millionen Besucherinnen und Besuchern. Mehr als 400 Partnerorganisationen richteten Veranstaltungen in allen Bundesstaaten der USA aus. Deutsche Unternehmen konnten sich im zentralen Projekt der Wirtschaft im Deutschlandjahr, der Wunderbar Together PopUp Tour, engagieren und sich als Ausbilder, Arbeitgeber, Forschungs- und Fortschrittsmotor präsentieren. Mit insgesamt mehr als 33.000 Besuchern und als das Projekt mit den meisten Partnern bot dies eine einmalige Möglichkeit, die wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Länder und die wichtige Rolle deutscher Unternehmen in der amerikanischen Wirtschaft herauszustellen. Die PopUp Tour tourte von Chicago (Illinois), über Atlanta (Georgia), nach St. Louis (Missouri) und Portland (Oregon). In Workshops, Konferenzformaten und Science Slams diskutierten Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur Themen wie die Zukunft der Arbeit, Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder auch die Zukunft der Mobilität.

Deutschlandbild in den USA miteinander gestalten

Durch Veranstaltungen der Politik, wissenschaftliche Konferenzen, kulturelle Erlebnisse und zahlreiche weitere ortsgebundene wie auch tournierende Formate ist es dem Deutschlandjahr gelungen, ein zeitgemäßes, wirklichkeitsgetreueres Bild von Deutschland und der transatlantischen Zusammenarbeit zu vermitteln. Dass das Deutschlandjahr ein Erfolg war, zeigt sich auch in einer Umfrage des Pew Research Center und der Körber-Stiftung. Im September 2019 sahen 75 Prozent der Amerikaner die Beziehung zu Deutschland positiv, fünf Prozent mehr als noch im Jahr 2018. Auch die Deutschen, die die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten im letzten Jahr als eher schlecht bewerteten, sind in ihrer Einschätzung positiver geworden. Heute sehen 34 Prozent der Deutschen die Beziehungen wieder positiv, zehn Prozent mehr als im Vorjahr.